Tja, was sagt man da noch…

Wie viele andere Künstler*innen auch habe ich natürlich heftige Ausfälle. Aber unter denen leiden natürlich auch andere Selbstständige und Angestellte in Kurzarbeit etc. Daher will ich gar nicht jammern. 

Schwierig ist es nur, weil ich – vor Corona – meinen bisherigen Standbein-Job gekündigt hatte zum 1.4. – Das bedeutet, dass ich jetzt wirklich mit fast nichts dastehe ab April. 

Ich habe zunächst einmal eine Gründerförderung angefragt beim Arbeitsamt – bisher jedoch ohne Feedback. Das hätte ich noch vor zwei Wochen mit vollen Auftrittskalenderseiten nicht gebraucht. 

Außerdem habe ich um Soforthilfe gebeten – vor allem für April/Mai – zur Überbrückung – weil danach habe ich mir einen freien Journalistenjob gesucht und ich hoffe, dass im Juni wieder Auftritte möglich sind. 

Ich kann es überhaupt nicht leiden anderen auf der Tasche zu liegen – und würden mir die beiden Sachen nicht zugesagt werden, wäre ich mir auch nicht zu schade mich mit Aushilfsjobs über Wasser zu halten. Das wäre mir noch deutlich lieber als ein Patreon oder so. In der Studienzeit habe ich auch geputzt, Teller gewaschen und Waren eingeräumt. Ich kann das weiterhin machen. 

Ich glaube auch, dadurch, dass wir als Familie „nur“ einen Kredit abbezahlen müssen und keine Miete und mein Mann noch Einkommen hat, wir zumindest im März noch mehr decken können als andere. Im April und Mai wird es sehr sportlich. 

Mal schauen, was noch kommt, ich möchte erst noch abwarten, statt sofort mit einem mitleidsheischenden Bauchladen in der Gegend herumzurennen und laut zu rufen: „Unterstützt mich!“ 

Ich glaube, dass alle gerade ihr Päckchen zu tragen haben. Nicht nur ich. daher versuche ich die Balance zu wahren zwischen: Zukunftsangst und der Sorge dafür, wer es denn momentan dringender braucht als ich. 

Gefreut habe ich mich in den letzten Tagen über einen schönen Blogbeitrag zu meinem Instagram – der sehr unerwartet kam. Über Anrufe meiner Freunde und Freundinnen, über neue Streamkonzepte die ich mit ausprobieren darf, über die Teilnahme an meiner wöchentlichen Live-Lesung auf Instagram (Freitags immer um 20:15 @eva_karl_faltermeier), über die vielen Follower meiner Stories, den vielen Leuten die geschrieben haben, über neue Kolumnen beim Bayerischen Rundfunk, das tolle Feedback zu den Kolumnen für den Instagram-Kanal von Eltern ohne Filter und über den Beitrag des Bayerischen Rundfunks über mich in der Sendung „Zwischen Spessart und Karwendel“

Und es wird auch wieder aufwärts gehen – ich hoffe es. 

Ich wünsche uns allen ein gutes Durchkommen durch die Krise!

Eva

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